Meine Gamechanger ab 40: Was ich selbst für meine Gesundheit tue

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Meine Gamechanger ab 40: Was ich selbst für meine Gesundheit tue

„Und was machen Sie eigentlich selbst?“
Diese Frage kommt fast immer. Meist am Ende eines Anamnesegesprächs, wenn alles andere besprochen ist.
Meine Antwort ist unspektakulärer, als die meisten erwarten. Keine Geheimformel, kein Wundermittel.
Dafür seit Jahrzehnten dieselben Grundlagen. Und regelmäßige Werte, die mir zeigen, ob es reicht.


Das Wichtigste in 60 Sekunden

  • Die Basis ist unspektakulär: Schlaf, Essen, Bewegung. Genau deshalb wirkt sie.
  • Ich rate nicht, ich messe: Was ich ergänze, entscheidet der Befund.
  • Das Wichtigste kommt zum Schluss: meine Einstellung zum Leben.

Schlaf: sieben bis acht Stunden

Ich gehe zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett und versuche, auf sieben bis acht Stunden zu kommen. Natürlich gelingt das nicht immer. Ausnahmen bestätigen die Regel, und das ist normal. Es gibt aber auch Wochen, in denen es mir jeden Tag gelingt. Es bringt nichts, sich selbst unter Druck zu setzen und alles perfekt machen zu wollen. Das wäre ein zusätzlicher Stressfaktor. Was zählt, ist das Ziel, das ich verfolge, nicht die Makellosigkeit.


Essen: zwei Mahlzeiten, ein Fenster

Ich esse zwei Mahlzeiten am Tag, innerhalb von etwa acht Stunden. In den übrigen sechzehn Stunden kann sich mein Verdauungssystem regenerieren. Das mache ich seit meiner Jugend. Damals gab es dafür noch keine Bezeichnung. Heute ist man sich der Vorteile bewusst und nennt es Intervallfasten. Auf meinem Teller liegen viel Gemüse und viel Ballaststoffreiches. Wenig Fleisch, und wenn, dann helles oder Fisch. Dazu kommen hochwertige Öle.

Bewegung: das Guthaben aus der Kindheit

Seit meiner Kindheit treibe ich Sport. In der Grundschule war es Leichtathletik.

Das zahlt sich bis heute aus. Wenn ich nach einer Trainingspause wieder mehr trainiere, kommt die Muskulatur erstaunlich schnell zurück. Dahinter steht ein beschriebener Mechanismus: Beim Muskelaufbau werden zusätzliche Zellkerne in die Muskelfasern eingebaut. Diese Kerne bleiben erhalten, auch wenn die Faser später wieder schrumpft. Wird erneut trainiert, ist die Struktur bereits vorhanden.

Die Forschung beschreibt diese Zellkerne als über viele Jahre stabil. Und sie zeigt: Im Alter fällt es schwerer, neue zu bilden. Wer früh angefangen hat, hat also etwas angelegt, von dem er lange zehrt. Heute praktiziere ich zwei bis dreimal die Woche Pilates, Yoga und Krafttraining.


Warum ich nicht blind rate, sondern messe

Meine Werte lasse ich regelmäßig im Labor kontrollieren. So kenne ich meinen tatsächlichen Stand und sehe, an welchen Stellschrauben ich drehen sollte.

Zwei Bereiche brauchen bei mir dauerhaft Aufmerksamkeit.

Mein Darm. Um ihn muss ich mich regelmäßig kümmern: Bakterienstämme, Bitterstoffe, der Aufbau der Darmschleimhaut. Das ist keine Therapie mit zeitlicher Begrenzung, sondern eine Daueraufgabe.

Meine Gefäße. Meine Genetik verrät mir, dass ich mich dauerhaft und konsequent um ihren Zustand kümmern muss. Antioxidantien, Magnesium, Glutathion und Resveratrol gehören deshalb zu meinen täglichen Supplementen. Dazu kommt eine Basis aus Omega-3-Ölen, Aminosäuren, Mineralien und Vitaminen sowie ein Mitochondrienkomplex. Was ich einnehme, folgt keinem Trend. Es richtet sich nach meinem individuellen Befund.


Meine Vorsorge ab 40

Einmal im Jahr, bei manchem öfter:

  • Großes Blutbild, dazu Eisen und Cortisol
  • Hormonstatus
  • Fettsäurestatus und Aminosäurestatus
  • Gefäßsystem: Homocystein, Lipidprofil, oxidiertes LDL, Lp-PLA2, hsCRP und Lipoprotein(a)
  • Umgang mit freien Radikalen (oxidativer Stress)
  • Mitochondrienleistung
  • Entgiftungsleistung über den Glutathionstoffwechsel
  • Gynäkologische Vorsorge

Die Gefäße verdienen eine eigene Bemerkung. Hier schaue ich nicht auf einen einzelnen Wert, sondern auf mehrere. Jeder zeigt einen anderen Ausschnitt:

  • Homocystein: ein Stoffwechselprodukt, das in erhöhter Menge die Gefäßwände belasten kann
  • Lipidprofil: Cholesterin und Blutfette im Überblick
  • Oxidiertes LDL: LDL-Cholesterin, das durch freie Radikale verändert wurde
  • Lp-PLA2: ein Enzym, das auf Entzündungsvorgänge in der Gefäßwand hinweist
  • hsCRP: ein sehr empfindlicher Entzündungswert
  • Lipidperoxidation: Oxidation auf Zellmembran (
  • Lipoprotein(a): ein Blutfettwert, der weitgehend genetisch festgelegt ist, den macht man deshalb nur einmal im Leben.

Zusammen sagen mir diese Werte, wie konsequent ich mit meinen Maßnahmen sein muss.

Darmvorsorge und Darmktrolle

Zur Früherkennung von Darmkrebs und dessen Vorstufen (Polypen) nutze ich alle zwei bis drei Jahre einen nicht-invasiven DNA-Stuhltest (molekularer Stuhltest, z. B. ColoAlert®). Er ersetzt zwar keine Darmspiegelung. Er ist aber eine geeignete Kontrolle, um bei Bedarf genauer hinzusehen.

Zur regelmäßigen Kontrolle des Darms – zum Beispiel auf Entzündungen und Ungleichgewichten der Darmschleimhaut und des Mikrobioms – nutze ich ein Darmprofil (Stuhldiagnostik).


Wenn Zeit bleibt

Lässt der Kalender es zu, nutze ich die Möglichkeiten meiner Praxis, die ich auch meinen Patienten anbiete: Infusionenmit Magnesium oder Vitamin C, die Oxyvenierung oder das IHHT-Höhentraining.

Das ist die Kür. Die Pflicht steht weiter oben.


Was für mich am meisten zählt

Wenn ich nur eine Sache behalten dürfte, wäre es weder eine Substanz noch ein Laborwert. Es wäre meine Einstellung zum Leben.

Dankbarkeit und eine positive Haltung. Ich versuche jeden Tag, bedingungslos glücklich zu sein. Dazu gehört auch, mir bewusst Raum zu nehmen: Urlaub, Zeit für mich und Dinge, auf die ich einfach Lust habe.


Ihr nächster Schritt

Was ich für mich tue, passt zu meinen persönlichen Voraussetzungen. Nichts davon lässt sich pauschal auf andere übertragen.

Wenn Sie wissen möchten, was für Sie persönlich sinnvoll wäre, vereinbaren Sie gern einen Termin. Ich verschaffe mir einen Überblick über Ihre Ausgangslage und zeige Ihnen Möglichkeiten und Wege, Ihre Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern.

Antje Krista, Heilpraktikerin in Leipzig-Thekla Riesaer Straße 26, 04328 Leipzig Telefon: 0341 25695588 Mobil: 0173 7175444 E-Mail: info@antje-krista.de


Weiterführende Links


Funktionelle Medizin und Regulationsmedizin sind Verfahren der Komplementärmedizin. Sie ergänzen die schulmedizinische Versorgung, ersetzen sie aber nicht. Der Beitrag beschreibt meine persönliche Vorgehensweise und stellt keine Empfehlung für den Einzelfall dar. Was für Sie sinnvoll ist, ergibt sich aus Ihrer Anamnese und Ihren Befunden.


Quellen

Bruusgaard JC, Johansen IB, Egner IM, Rana ZA, Gundersen K (2010): Myonuclei acquired by overload exercise precede hypertrophy and are not lost on detraining. PNAS 107(34):15111–15116. DOI: 10.1073/pnas.0913935107

Gundersen K (2016): Muscle memory and a new cellular model for muscle atrophy and hypertrophy. Journal of Experimental Biology 219(2):235–242. DOI: 10.1242/jeb.124495

European Society of Cardiology / European Atherosclerosis Society (2025): Leitlinie zum Management von Dyslipidämien. Empfehlung zur einmaligen Bestimmung von Lipoprotein(a).

Deutsche Herzstiftung: Lipoprotein(a). Bedeutung, Bestimmung und Veränderung nach der Menopause.

Watson NF, Badr MS, Belenky G et al. (2015): Recommended Amount of Sleep for a Healthy Adult. Joint Consensus Statement of the American Academy of Sleep Medicine and Sleep Research Society. Sleep 38(6):843–844.


Tags

gesund ab 40,  Prävention,  Vorsorge,  Intervallfasten,  Krafttraining,  Mikronährstoffe,  Funktionelle Medizin Leipzig

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