Magnesium-Sauerstoff-Therapie Leipzig

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Magnesium-Sauerstoff-Therapie – Wenn Ihre Zellen nach Luft ringen

 

Sie tun alles richtig. Sie schlafen genug, bewegen sich regelmäßig, achten auf Ihre Ernährung. Und trotzdem fühlen Sie sich erschöpft, als hätte jemand den Stecker gezogen. Vielleicht kennen Sie das: Morgens kommen Sie kaum hoch, nachmittags fällt Ihnen die Konzentration schwer, und abends fehlt die Kraft für die Dinge, die Ihnen eigentlich Freude machen.

Was, wenn die Ursache nicht in Ihrem Lebensstil liegt – sondern tief in Ihren kleinsten Blutgefäßen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Magnesium-Sauerstoff-Therapie nach Prof. Dr. med. Elfriede Leniger-Follert. Ich biete dieses Verfahren in meiner Praxis in Leipzig-Thekla an. Was dahintersteckt und für wen es in Betracht kommen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum sind die kleinen Gefäße so entscheidend?

Wenn wir an Durchblutung denken, stellen wir uns große Arterien und Venen vor. Doch 74 Prozent unseres Blutkreislaufs spielen sich in winzigen Gefäßen ab – den Arteriolen und Kapillaren. Ihr Durchmesser liegt unter 0,1 Millimeter. In dieser sogenannten Mikrozirkulation entscheidet sich, ob Ihre Zellen ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten.

Funktionieren diese Mikrogefäße nicht richtig, kann das den gesamten Körper betreffen. Jede Ihrer 30 bis 60 Billionen Körperzellen ist auf eine funktionierende Versorgung angewiesen. Verengen sich die kleinsten Gefäße dauerhaft, kann das zu einem schleichenden Sauerstoffmangel auf Zellebene führen. Die Folgen zeigen sich oft unspezifisch: Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schmerzen, verlangsamte Heilung.

Mikrozirkulation und Mitochondrien – ein Zusammenhang, der immer besser erforscht wird

In jeder Zelle befinden sich Mitochondrien – kleine Kraftwerke, die aus Sauerstoff und Nährstoffen Energie in Form von ATP herstellen. Ohne ausreichend Sauerstoff kann diese Energieproduktion ins Stocken geraten.

In den letzten Jahren hat die Forschung zunehmend Hinweise darauf gefunden, dass Mikrozirkulationsstörungen und mitochondriale Funktionseinschränkungen bei verschiedenen chronischen Beschwerden eine Rolle spielen können. Bei Long-Covid-Betroffenen etwa wurden Veränderungen der Mikrozirkulation und der mitochondrialen Atmungskapazität in der Muskulatur beobachtet. Ähnliche Beobachtungen gibt es bei ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) und Fibromyalgie.

Diese Erkenntnisse stammen aus der Grundlagenforschung und beschreiben Krankheitsmechanismen. Sie belegen nicht die Wirksamkeit einzelner Therapieverfahren, zeigen aber, warum die Mikrozirkulation zunehmend in den Fokus therapeutischer Überlegungen rückt.

Was ist die Magnesium-Sauerstoff-Therapie?

Die Magnesium-Sauerstoff-Therapie geht auf Forschungsarbeiten von Prof. Dr. med. Elfriede Leniger-Follert zurück, die 1983 am Max-Planck-Institut für Systemphysiologie in Dortmund grundlegende Erkenntnisse zur Mikrozirkulation veröffentlichte. Seit 1993 setzt sie das Verfahren klinisch ein.

Der theoretische Ansatz: Bei vielen chronischen Erkrankungen kann sich das Membranpotential der kleinsten Gefäßmuskelzellen ungünstig verschieben. Die Gefäßmuskeln verkrampfen, die Arteriolen verengen sich. Das Blut erreicht bestimmte Gewebeareale nicht mehr ausreichend.

Die Therapie besteht aus zwei Schritten. Zuerst wird eine genau berechnete Dosis Magnesiumsulfat intravenös verabreicht. Die Magnesium-Ionen sollen dabei die Ladungsverteilung an den Gefäßmuskelzellen beeinflussen und über eine sogenannte Hyperpolarisation zur Weitstellung der Mikrogefäße beitragen. Viele Behandelte berichten, in diesem Moment eine Wärme in bestimmten Körperregionen zu spüren.

Im zweiten Schritt wird über eine Nasensonde reiner Sauerstoff zugeführt – etwa 30 Minuten lang. Ziel ist es, dass der Sauerstoff über die geöffneten Gefäße auch jene Gewebe erreicht, die zuvor möglicherweise unterversorgt waren.

Ein wichtiger Punkt: Es geht bei diesem Verfahren nicht darum, einen Magnesiummangel auszugleichen. Die Magnesium-Ionen dienen als Werkzeug, um die Gefäßspannung zu beeinflussen.

Für wen kann die Magnesium-Sauerstoff-Therapie in Betracht kommen?

Das Verfahren richtet sich an Menschen, bei denen eine gestörte Mikrozirkulation als ein möglicher Faktor für ihre Beschwerden in Frage kommt. Dazu gehören unter anderem:

Erschöpfung und chronische Müdigkeit – Wenn trotz ausreichend Schlaf und guter Lebensführung die Energie fehlt, kann es sinnvoll sein, die Sauerstoffversorgung auf Zellebene näher zu betrachten.

Long Covid und Post-Vac – Die Forschung zeigt, dass sowohl die Infektion mit SARS-CoV-2 als auch in seltenen Fällen Impffolgen mit anhaltenden Veränderungen der Mikrozirkulation einhergehen können. Die Magnesium-Sauerstoff-Therapie zielt darauf ab, genau diesen Aspekt zu adressieren.

Mitochondriale Funktionseinschränkungen – Wenn die Kraftwerke Ihrer Zellen nicht mehr ausreichend Energie produzieren, kann eine unzureichende Sauerstoffzufuhr als ein möglicher Faktor beteiligt sein.

Gefäßerkrankungen – Periphere Durchblutungsstörungen und Mikroangiopathien gehen häufig mit verengten Mikrogefäßen einher.

Weitere Anwendungsgebiete, bei denen das Verfahren eingesetzt wird, umfassen unter anderem kognitive Einschränkungen, Tinnitus und chronische Schmerzsyndrome.

Warum die Magnesium-Sauerstoff-Therapie gut in mein Praxiskonzept passt

Mein Lebensmotto lautet „Das Leben immer wieder neu erfahren“. Regelmäßige Weiterbildung gehört für mich fest dazu – ich bin überzeugt, dass ich als Therapeutin meinen Wissensstand ständig erweitern muss, um meine Patienten bestmöglich auf ihrem Heilungsweg zu begleiten.

In meiner Praxis biete ich bereits die intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung) nach Dr. Regelsberger an. Die Magnesium-Sauerstoff-Therapie nach Prof. Leniger-Follert ergänzt dieses Angebot um einen weiteren Ansatz, der gezielt auf die Mikrozirkulation abzielt – und damit auf einen Aspekt, der auch beim IHHT-Höhentraining und der Infusionstherapie in meiner Praxis eine zentrale Rolle spielt: die Versorgung Ihrer Zellen.

Ich bin überzeugt, dass nicht wir als Therapeuten den Menschen heilen, sondern dass wir unsere Patienten in ihrem Heilungsprozess unterstützen, der in ihnen und durch sie selbst stattfindet. Die Magnesium-Sauerstoff-Therapie ist für mich ein weiteres Werkzeug, um diese Unterstützung noch gezielter anbieten zu können.

Was erwartet Sie in meiner Praxis?

Die Behandlung dauert insgesamt etwa 45 Minuten. Sie sitzen entspannt, während zunächst die Magnesium-Injektion erfolgt und anschließend der Sauerstoff über eine Nasensonde zugeführt wird.

Wie bei allen Therapien in meiner Praxis beginnt auch hier alles mit einem ausführlichen Anamnesegespräch. Erst wenn wir gemeinsam geklärt haben, ob das Verfahren für Sie geeignet sein kann, starten wir mit der Behandlung.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Magnesium-Sauerstoff-Therapie schmerzhaft? Die intravenöse Injektion ist vergleichbar mit einer normalen Blutabnahme. Während der Behandlung berichten viele von einer angenehmen Wärme in bestimmten Körperbereichen.

Wie schnell kann ich eine Veränderung erwarten? Das ist individuell sehr unterschieden und hängt vom Beschwerdebild ab. 

Kann die Therapie mit anderen Verfahren kombiniert werden? Ja. In meiner Praxis biete ich unter anderem das IHHT-Höhentraining, Infusionstherapie und die Oxyvenierung an – Verfahren, die ebenfalls auf die Zellversorgung abzielen. Welche Kombination für Sie sinnvoll sein kann, besprechen wir gemeinsam.

Gibt es Gegenanzeigen? Bei bestimmten Erkrankungen kann eine Anpassung nötig sein. Deshalb steht vor jeder Therapie ein ausführliches Anamnesegespräch.

Ist die Magnesium-Sauerstoff-Therapie wissenschaftlich anerkannt? Die Therapie basiert auf Grundlagenforschung von Prof. Dr. med. Leniger-Follert am Max-Planck-Institut und wird seit 1993 klinisch eingesetzt. Wie bei vielen Verfahren der Komplementärmedizin stehen großangelegte, kontrollierte klinische Studien für einzelne Anwendungsgebiete noch aus. Der zugrunde liegende physiologische Mechanismus – die Wirkung von Magnesium-Ionen auf das Membranpotential glatter Gefäßmuskelzellen – ist in der Grundlagenforschung beschrieben.

Sie möchten wissen, ob die Magnesium-Sauerstoff-Therapie für Sie in Frage kommt?

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir. In einem persönlichen Gespräch nehme ich mir Zeit, Ihre Situation zu verstehen und gemeinsam mit Ihnen den passenden Weg zu finden.

Antje Krista – Heilpraktikerin in Leipzig-Thekla


Weiterführende Quellen

Leniger-Follert E: Patent WO1997014423A1 – Arzneimittel zur Behandlung von arteriellen Verschlusskrankheiten, Mikroangiopathien und Mikrozirkulationsstörungen.

Appelman B et al. (2024): Muscle abnormalities worsen after post-exertional malaise in long COVID. Nature Communications.

Charlton BT et al. (2024): Skeletal muscle mitochondrial dysfunction in patients with post-COVID-19 condition. Cell Reports Medicine.

Landesärztekammer Hessen (2025): Long-Covid/Post-Covid-Syndrom – Aktueller Stand der Forschung und klinisches Management.

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